Donnerstag, 3. August 2017

#wirrettenwaszurettenist: Sommersonderrettung!


Sommerfrische, wie es sich ein Joachim Ringelnatz ausgedacht hat?

Zupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiß,
das durch den sonnigen Himmel schreitet.
Und schmücke den Hut, der dich begleitet,
mit einem grünen Reis.

Verstecke dich faul in der Fülle der Gräser.
Weil`s wohltut, weil`s frommt.
Und bist du ein Mundharmonikabläser
und hast eine bei dir, dann spiel, was dir kommt.

Und lass deine Melodien lenken
von dem freigegebenen Wolkengezupf.
Vergiss dich. Es soll dein Denken
nicht weiter reichen als ein Grashüpferhupf.


Was für eine wunderbare Anleitung für ganz, ganz großes Loslass-Theater: Träge in der Wiese liegen, ein Grashalm im Mund, der Blick zum Himmel gerichtet. Das Spiel der Wolken beobachten, das Wispern der Käfer hören. Sonne auf der Haut. Sommer im Herzen.

Da könnte man glatt in Versuchung geraten, sich auch für das Danach noch zu rüsten: Ein Glas gesulzte Sommerbeeren, etwas flüssiges Obers, ein bisschen was vom Hagelzucker, ein kleiner Löffel – das ist schnell eingepackt. Sommer am Gaumen!


Gesulzte Beeren aka Rote Grütze haben großes Rettungspotential wie ich finde, denn sie sind sowas von schnell gemacht und die Homemade-Variante schlägt die gekaufte wieder mal um Längen! Sie sind deshalb mein Beitrag zur Sommersonderrettung, die Sina und Susi auf die Beine gestellt haben. Danke euch zweien für euren unermüdlichen Einsatz!


Gesulzte rote Sommerbeeren mit Obers und Hagelzucker

Der große Garten rund um mein Elternhaus ist ein Geschenk – und natürlich auch, dass ich dort weiterhin nach Lust und Laune ernten darf …

Zutaten für 4 – 6 Personen

600 g gemischte rote Sommerbeeren (bei mir waren es Kirschen, Weichseln, Himbeeren, Maulbeeren und rote Ribiseln)
½ Vanilleschote
½ l Kirsch- oder Ribiselsaft
3 EL Speisestärke
3 – 4 EL Zucker

Außerdem
flüssiges, gut gekühltes Schlagobers
Hagelzucker

1. Die Früchte säubern und verlesen, die Kirschen und Weichseln entsteinen, die Ribiseln von den Stielen streifen.

2. Die Vanilleschote längs halbieren und das Mark herauskratzen.

3. Vanillemark und -schote mit dem Großteil des Fruchtsaftes in einen Topf geben und aufkochen lassen.

4. Den restlichen Fruchtsaft mit der Speisestärke glattrühren und in den kochenden Saft gießen. Unter Rühren aufkochen lassen, bis der Saft eindickt.

5. Nun die Früchte dazugeben und einige Minuten lang im eingedickten Fruchtsaft heiß werden lassen. Sie sollen auf keinen Fall derart gekocht werden, dass sie zerfallen.

6. Die Früchte vom Herd nehmen und mit Zucker süßen.

7. Ein Stück Frischhaltefolie direkt auf die gesulzten Beeren legen, damit sich keine Haut bildet. Abkühlen lassen.

8. Vor dem Servieren die Vanilleschote entfernen. Mit flüssigem Schlagobers und Hagelzucker servieren.

Zubereitet nach diesem Rezept.

Kommentare:

  1. Das Schüsselchen, der Ringelnatz und der blaue Sommerhimmel - was ein Dreiklang!
    sonnige Grüße...

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  2. wie schön deine gesulzten Beeren aussehen - sommerlich erfrischend ist es auch mit Sicherheit
    lG
    Christina

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  3. Kann ich bitte ein Schüsselchen davon haben mit viel Rahm... so gut!
    Sonnige Grüße,
    Kebo

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  4. Du servierst das mit flüssigem Obers! Das ist eine sehr gute Idee.
    Rote Grütze gehört bei uns auch zu den Muss-Dingen im Sommer. Die erfrischt wirklich so toll wie sonst kaum etwas.

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    1. In Skandinavien oft auch mit kalter Milch. Das ist ein bissl leichter und schmeckt mir persönlich herrlich. Natürlich eine fette, gute Milch, keine entrahmte!

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  5. Eine super Idee und so köstlich serviert. Ein großartiger Post mit wunderschönen Bildern. Ich werde gleich mal heute "Gesulzte Beeren" machen bei mir sind die "Brombeeren" eben dran und die andere sind auch da, also los.
    Liebe Grüße und einen schönen Tag
    Ingrid

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  6. Rote Grütze ist bei uns der klassische Nachtisch nach der Weihnachtsgans. Nur hausgemacht mit eingefrorenen Beeren aus dem sommerlichen Garten. Aber warum bis Weihnachten warten?

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  7. Sonne auf der Haut, Sonne im Herzen ... die Uhr kann angehalten werden! :-)
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

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  8. Rote Grütze, eeewig nicht mehr gemacht, dabei gehört das zu meinen Lieblingen. Und genau so, ohne Gelatine, meine Sahne schlage ich ein wenig an, so "halbfest". Klasse!

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  9. Oh das haette ich jetzt gerne, hier ist so heiss.....

    LG Wilma / Pane-Bistecca

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  10. Rote Grütze immer gern und die Vanillesoße die es bei uns dazu gibt, immer auch selbst gemacht !

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  11. Dieses Jahr gibt es zumindest hier in Mannheim scheinbar eine regelrechte Beerenflut: so viele Brombeeren hab ich selten gesehen! Da kommen mir Beerenrezepte nur gelegen und Rote Grütze bzw gesulzte Beeren hab ich noch nie selbst gemacht...
    Lg, Miriam

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  12. Sag mal magst du mich nicht adoptieren? Oder wenigstens eine Woche einladen und mir dann alles kochen was da so köstlich ausschaut?

    nein? Naja probieren musst ich das!

    lg. Sina

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  13. nicht weiter denken als ein Grashüpferhupf, das gefällt mir und werde ich mir am Wochenende gleich zu Herzen nehmen!! Rote Grütze habe ich letztes Jahr in Hamburg lieben gelernt, nie dachte ich vorher, dass so etwas gut schmecken könnte... lg

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  14. Ich hatte mich schon gefragt, was gesulzte Beeren sind... ;-) Rote Grütze ist toll! Ich mag am liebsten Milch dazu. Bisher hatte ich sie noch nie selbstgemacht, obwohl das ist ja eigentlich nicht schwer ist. Danke für die Erinnerung. LG Sylvia

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